Alleine spielen ergibt keinen Sinn. Tennis beim TCR verbindet. Eine Stammzellenspende auch! Unter diesem Motto veranstaltet die Jugendabteilung des Tennis-Clubs Renchen eine Typisierung für Stammzellenspende.

Einen Beitrag leisten, dass schneller passende Spender gefunden werden, wollen die Renchener Tennisspieler damit leisten. Die Typisierung ist am Samstag, 21. April, von 14 bis 17 Uhr, am Tennisplatz (im Clubhaus) geplant. »Es werden Blutproben entnommen und die Gewebemerkmale anschließend in ein internationales Register von der Deutschen Stammzellspenderdatei eingepflegt«, informiert Julian Bühler. Auch wird an diesem Tag Tennis gespielt. Der TCR bietet ein kostenloses Schnuppertraining mit Ex-Profi und Tennislehrer Andy Fahlke an und die Teilnehmer werden auch bewirtet, verspricht der Initiator der Typisierung, Jugendleiter Julian Bühler.

Herr Bühler, wer hatte die Idee eine Typisierung beim TC Renchen durchzuführen?
Julian Bühler: Die Idee kam durch mich. Durch meine Spende Ende letzten Jahres habe ich mich damit auch intensiv beschäftigt. Was für mich absolut erschreckend war, wie viele Menschen überhaupt typisiert sind. Weltweit sind es lediglich 29 Millionen – davon rund sieben Millionen in Deutschland. Gemessen an den Einwohnerzahlen ist in Deutschland die Bereitschaft zur Typisierung weltweit am höchsten. Zum Vergleich: In den USA stehen derzeit über 8,7 Millionen Spender, in Frankreich nur rund 300 000 zur Verfügung. Eine Zahl, die unbedingt verbessert werden muss, wie ich empfand. Denn jeder einzelne kann Leben retten!

Und die Blutentnahme haben Sie gut überstanden?
Bühler: Ich habe am eigenen Körper gespürt wie harmlos eine solche Spende ist. Das entscheidende ist meiner Meinung nach: Jeder der eine Spende im Krankheitsfall gerne annehmen würde, sollte auch bereit sein zu spenden.

 

Wie ist es am Tag der Typisierung geplant – findet die Blutentnahme im Clubhaus statt oder wird ein Zelt installiert und wer ist für die Abnahme zuständig?
Bühler: Die Typisierung findet im Clubheim statt. Sie dauert überhaupt nicht lange und wird von der Deutschen Stammzellspender Datei (DSSD) durchgeführt. Sie bringen auch das ganze Equipment hierzu mit. Unter anderem kommt zu unserer Typisierung auch der Koordinator sämtlicher Spenden für die Uniklinik Heidelberg – dort wo ich spenden durfte. Know-How ist also auch zum organisatorischen Bereich vorhanden, falls Fragen von Bürgern vorhanden sind.

Wie viele  Teilnehmer wären für Sie ein Erfolg – 50, 100 oder 150?
Bühler: Das ist für mich ganz schwierig zu schätzen, da ich in diesem Bereich keine Erfahrung habe. Viele machen eine Typisierung nebenbei – neben einer Blutspende. Ich würde 100 wirklich als Erfolg sehen, aber kann es wirklich schwer abschätzen. Wichtig ist: Jede einzelne Typisierung kann Leben retten. Jede Typisierung zählt.

Wurden auch umliegende Vereine angesprochen ihre Mitglieder für diese Aktion zu sensibilisieren?
Bühler: Ja, umliegende Vereine wurden angesprochen. Vereine jeglicher Art, aber natürlich auch Tennisvereine. Außerdem habe ich Firmen angeschrieben. Diese wurden zusätzlich zur Spenden aufgerufen. Denn jede Typisierung kostet die DSSD 40 Euro. Diese Kosten sollen damit gedeckt werden.
Wichtig ist, dass bei uns niemand zahlen muss. Wir versuchen die Kosten über die Sponsoren zu decken. Wenn zu wenig Spenden zusammenkommen übernimmt die DSSD die restlichen Kosten – aber das ist nicht das Ziel! 😉